Vor meinem eignen Tod ist mir nicht bang.
Nur vor dem Tode derer, die mir nah sind.
Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind?
Allein im Nebel tast ich tot entlang
und lass mich willig in das Dunkel treiben.
Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben.
Der weiß es wohl, dem Gleiches widerfuhr,
und die es trugen, mögen mir vergeben.
Bedenkt: Den eignen Tod, den stirbt man nur,
doch mit dem Tod der andern muss man leben.
(Mascha Kaléko)

 

Sonntag, 9. Mai 2021

Meine liebes Kind, das nachfolgende Gedicht eines unbekannten Verfassers hat mich unendlich berührt, als ich mich - zu deinem 20. Todestag - einmal mehr hinsetzte und voller Trauer dem Unfassbaren hingab. So viele sind bereits gegangen, die in meinem Leben eine so wichtige Rolle eingenommen haben.

Man soll sich den Lebenden aus vollem Herzen widmen, solange diese auf Erden wandeln. Manchmal denke ich, dass ich vielen Menschen so viel von mir gebe und im Gegenzug so wenig zurück erhalte. Ist das Einbildung? Ist das Selbstmitleid? Ist das Selbsttäuschung? Oder ist es Realität? Wahrscheinlich ist die Wahrheit wie immer irgendwo in der Mitte zu finden.

Man schätzt das, was einem vor Augen liegt immer weniger als das, was einem genommen wurde. Ich sollte mich einigen Menschen wieder mehr Zeit widmen und doch fällt es mir schwer, diesen Schritt zu tun. Ich merke, wie ich mich im persönlichen Bereich in mein Schneckenhaus zurückziehe. Zuviel ist im letzen und diesem Jahr an Verletzung geschehen.

Irgendwie wird das Leben weiter gehen, so wie immer. Türen werden sich öffnen und schliessen, Gelegenheiten werden kommen und gehen. Bis wir alle an unsere eigene Sackgasse gelangen, wo kein Weg mehr weiter führt.

Dann hoffe ich, dass sich dann der Weg des Lichtes vor mir öffnet und du mich dann in deine Arme nehmen, mich trösten und in das gelobte Land führen wirst. Dann werden wir Lachen und uns von Herzen freue, wieder zusammen zu sein.

Diese Freude wünschte ich mir heute in meinem Herzen. Wer weiss, vielleicht werden wir dann und wann eine kleine Prise davon erfahren und uns gewahr werden, dass diese Freude von dir kommt, liebe Nadia.

Heute wie damals, deine Mama

 

Wenn ich eines Tages gehen muss, tue ich das nicht wirklich.
Du kannst mich dann nur nicht mehr sehen, nicht mehr berühren.
Aber ich werde immer da sein, egal wo du bist.
Werde der Wind sein, der zärtlich durch dein Haar streicht,
der Regen, der sanft deine Haut berührt, der Regenbogen am Horizont,
der dir die schönsten Farben schenkt,
die Sonne, die dich wärmt und mit dir lacht,
der Duft von Sommer, den du einatmest,
die Erde auf der du gehst,
die Nacht, in der ich für dich die Sterne erstrahlen lasse,
der Tag, der dir tausend Überraschungen bringt,
die Hoffnung, die dich trägt, wenn du traurig bist,
dieses Gefühl was in dir ist, wenn du glücklich bist.
Du kannst mit mir reden,
ich werde dich immer hören oder einfach weinen,
dann nehme ich dich in meinen Arm und du wirst dich frei fühlen.
Ich werde über deinen Schlaf wachen
und dir wundervolle Träume schenken.
Du brauchst keine Angst zu haben, wenn du daran glaubst.
Du bist niemals allein, weil ich immer da sein werde,
wenn du an mich denkst so wie ich an dich.


Wenn wir weinen, bedeutet das nicht,
dass wir verzweifelt sind und aufgeben.
Nein, es bedeutet, dass wir in diesem Moment mehr
fühlen, als unser Herz ertragen kann.
Wenn uns leise eine Träne rinnt, dann denken wir
an die schöne Zeit mir dir,
dann vermissen wir dich,
dann weinen wir um dich,
weil wir dich lieben!

 

Samstag, 9. Mai 2020

Meine liebe Nadia

Gestern, der Tag, der uns immer in Erinnerung bleibt. Der Tag, der sich jährlich wiederholt und man stellt fest, dass sich nichts geändert hat; nicht die Liebe, die man für dich im Herzen trägt, noch die Trauer, die uns erfüllt wenn wir an dich denken.

Denn nur die Erinnerung ist uns von dir geblieben, die Liebe und die grosse Trauer.

Gestern konnte ich nicht meine Gedanken niederschrieben. Zu schwer war mein Herz und ich wollte nur hier sitzen und an dich denken und an meinen Vater, deinen Grossvater, der dir nun in den Himmel gefolgt ist.

Das Engelbild dieses Jahres erinnert nicht nur an dich, sondern auch an Dad. Er liebte es, die Vögel in seinem Garten zu beobachten. Auch ich vertrödle hin und wieder meine Zeit, nur um dem Getwischter, dem Gesang der kleinen Vögel zu lauschen oder auch dem majestätischen Mäusebussard auf seinen Runden mit den Augen zu folgen. Wie herrlich muss es sein, hoch oben in den Lüften zu gleiten und die Welt zu betrachten. Wie frei muss man sich fühlen und wie stark muss der Glauben sein, dass man nicht in den Abgrund stürzt.

Ja, manchmal möchte ich ein Vogel sein. Die Möglichkeit zu haben, von allem einfach wegzufliegen, das Leben in lufiger Höhe zu geniessen, zu staunen, mit allen Sinnen die Unendlichkeit zu erleben - ja, das wünschte ich mir.

Das Jahr 2020 hat bereits Anforderungen an uns gestellt, die uns, mich an den Rand meiner innerlichen Kräfte bringen. Der zusätzliche Verlust von Dad ist besonders wegen der Corona-Krise nicht einfach zu verkraften. Die Tatsache, dass auch er aus meinem Leben verschwunden ist, wiegt schwer. Trotz aller Entfernung war er für mich die wichtigste Person in meinem Leben. Von meiner Familienseite lebt nun niemand mehr und ich empfinde dieses "allein-sein" als sehr bedrückend.

Irgendwann geht auch meine Seele auf diese grosse Reise
und kommt dort an, wo du/ihr auf mich wartet.

Auf dieses Wiedersehen hoffe ich, es ist mein Trost und meine Stütze. Wenn wir irgendwann einmal in liebevoller, gemeinsamer Runde uns von unseren "Lebensrollen" berichten, wie wir an welchen Ereignissen wachsen konnten, wie wir einander helfen konnten, zu den Menschen zu werden, die wir waren. Und ich hoffe, dass unsere Lebensspuren für andere weiterleben, sie inspirieren und ermutigen, so wie die vorherige Generation - unsere Gross- und Urgrosseltern, die für uns ebenfalls unvergessen bleiben.

In meinem Herzen bist du für immer Zuhause, Nadia, und ich danke dir, dass ich deine Mutter für eine kurze Weile sein durfte. Das zu erleben war es schon wert, gelebt zu haben.

In immerwährender Liebe zu dir,
deine Mama


 


Nadias Grab 2020 und Dad


Traurig und verlassen

Traurig und verlassen, mein Herz, es weint.
Diese ungewisse Zukunft
wann werde ich dich wiedersehen?
Ich sehne mich zurück nach dem letzten Moment,
der Moment, als wir uns das letzte Mal gesehen haben.
Ich wünschte mir, die Zeit wäre einfach stehen geblieben.
Doch das einzige, was mir nun geblieben ist, ist die Erinnerung.
Eine schmerzvolle Erinnerung an dich.

Denn ich vermisse dich!

MIttwoch, 8. Mai 2019

Liebste Nadia

18 Jahre - eine unvorstellbar lange Zeit - ohne dich.

Wieso nur? Weshalb? Wieso uns? Wieso dich?
So viele und noch 1 Million weiterer Fragen; sie alle sind heute noch unbeantwortet. Niemand kann unseren Schmerz verstehen, den unglaublichen Verlust eines wundervollen Menschen, ein wichtiger Teil unseres Lebens.

Der grösste Teil der 360 Tage im Jahr können wir das Leben weiterleben. Aber diese besondere Woche im Jahr im Mai, nein, diese Woche möchte ich einfach ausradieren, nie mehr erleben müssen. In dieser Woche muss man einfach funktionieren und die Gefühle zurück drängen, anders hält man das nicht aus.

Doch du bist immer noch da, das weiss ich.

Letztes Jahr fuhr ich am 8. Mai zur Arbeit. Ich stand in der Schlange und wollte mein Auto in die neue Spur einfädeln. Während des Wartens dachte ich an dich und wie schön es wäre, ein Zeichen von dir zu erhalten. Da, eine Lücke! Blinker raus und sich einschliessen. Der Verkehrsfluss war zäh, Zeit genug, die Autonommer vor mir anzusehen.

Vor Staunen blieb mir die Luft weg! Die Autonommer vor mir lautete 5 21 21 - Nadia's Geburtstag ist der 21. Mai. So etwas gibt es gar nicht! Oder doch? Das war das Zeichen, das ich mir so sehr gewünscht hatte. Trotz aller Traurigkeit musste ich lächeln und fühlte mich verstanden und geliebt.

Es liegt in der Natur des Menschen, immer mehr zu wollen. Natürlich wollte und will ich mehr solcher Begegnungen und "Zufälle". Die lassen sich aber leider nicht einfach so herzaubern. Aber vielleicht fügen sich wieder glückliche Ereignisse?

Lieb's Nadali. Solche Wünsche sind alles, was mir noch geblieben sind. Danke, dass du für uns da bist, dass wir deine Liebe spüren dürfen, dass du uns hilfst, unsere Schwierigkeiten zu überwinden.

Mit jedem Jahr kommen wir uns ein Schritt um den anderen näher, bis wir wieder vereint sind. Ich hoffe, dass unser Wiedersehen wie ein grosses Feuerwerk sein wird, die alle Trauer und Sorge wegblasen und nur noch grosse Freude und Liebe übrig lässt.

Hilf uns über diese Woche Nadia und bleib mit uns in Liebe verbunden während der anderen 360 langen Tage.

In ewiger Liebe

Deine Mama

 

 

 


           „Der Tod ist ein Horizont, und ein Horizont
           ist nichts anderes als die Grenze unseres Sehens.
           Wenn wir um einen Menschen trauern, freuen sich andere,
           die ihn hinter dieser Grenze wiedersehen.“
           (Peter Streiff)
   

   

             Dienstag, 8. Mai 2018 - 17. Todestag

            Man stellt sich alles mögliche vor, wenn man keine Ahnung hat,
            wie sich etwas entwickeln kann.

           Als Eltern hat man Vorstellungen, Erwartungen und Hoffnungen,
           die man in seine Kinder projiziert und meistens kommt alles anders
           als erwartet. Trotzdem ist man mit dem Ergebnis immer zufrieden
           und stolz, an den Erfolgen mitgewirkt und dabei gewesen zu sein.

Bei Nadia hörten die Vorstellungen und Erwartungen schlagartig und brutal auf. Auch alle Hoffnungen waren weg, weggewischt und unwiderbringlich. Unser aller Leben stand auf dem Kopf und auch heute, so viele Jahre seit diesem schrecklichen Ereignis, stellt man sich vor, wie das Leben hätte sein können, wenn eben ....

Tamara hat durch den schrecklichen Verlust durch die Hölle und zurück gehen müssen. Gott lob, geht es ihr jetzt besser. Sie wird sich wohl auch immer wieder vorstellen, wie es gewesen wäre, mit einer Schwester aufzuwachsen und für sie da zu sein. Wieso ihr das nicht vergönnt war, werden wir irgendwann erfahren.

Die Zeit ist brutal; sie nimmt mit jedem Jahr ein Stück Erinnerung mit sich, trägt sie fort in das Vergessen, wo es kein zurück mehr gibt. Deine Stimme, Nadia, ging zuerst verloren. Ich weiss noch, dass sie zart und lieblich war, aber der Klang ist weg. Deine Eigenarten, dein ganzes Wesen, wird wie ein Traum.

Was bleibt ist die Liebe und die Lücke in unseren Herzen. Die Lücke, die niemand je füllen kann. Dieser Platz in unserem Leben gehörte nur dir, so wird es bleiben, bis auch wir nur noch eine Erinnerung auf Erden sind.

Am Freitag-Abend, bevor ich von der Arbeit ins Auto stieg, sah ich 2 schöne Schmetterlinge - Schwalbenschwänze - die in der Abendsonne tanzten, und ich dachte sofort wieder an dich. Schmetterlinge sind meine Erinnerung an dich: Zart, filigran, farbig und bunt, tanzen vor Freude, wandelbar, Auferstehung.

Diese Woche ist wieder die Schlimmste im ganzen Jahr, aber sie vergeht, wie die anderen auch. Jahr um Jahr gehen wir weiter, freuen uns an dem, was uns geblieben ist und sind dankbar für das, was wir alles empfangen haben. Besonders dankbar sind wir für die kurzen, aber wertvollen Jahre mit dir, Nadia. Nichts kann uns das nehmen, die Erinnerung bleibt, auch wenn sie nicht mehr so lebendig ist wie einst.

Du bist und bleibst unser Kind. Ein Teil von unserer Familie. So wird es bleiben, ein Leben lang.

Liäbs Nadali, mer händ dich so gärn!

Deine Mama


Es wird aussehen, als wäre ich tot,
und das wird nicht wahr sein...
Und wenn du dich getröstet hast,
wirst du froh sein, mich gekannt zu haben.
Du wirst Lust haben, mit mir zu lachen.
Und du wirst manchmal dein Fenster öffnen,
gerade so zum Vergnügen...
Und Deine Freunde werden sehr erstaunt sein,
wenn sie sehen, dass du den Himmel anblickst
und lachst.


Antoine de Saint-Exupéry

 

Sonntag, 8. Mai 2016 - Muttertag....

Ich wäre gerne länger deine Mutter hier auf Erden gewesen, liebe Nadia. Es war aber weder dir noch mir vergönnt. Wir leben unser Leben nicht rückwärts, und nie wieder wird irgendetwas so sein, wie es gewesen ist.

Nur der Traum von dir ist uns geblieben. Der Traum von einem wunderschönen, lieben Mädchen von 4 Jahren, das mit einem Lächeln in unser Leben getreten ist und uns immer wieder zum lächeln brachte. Manchmal fällt das Lächeln schwer, manchmal nimmt die Traurigkeit überhand, wie jetzt....

Manchmal träume ich von einem Leben mit einer intakten Familie, unser vierblättriges Kleeblatt. Diese Träume sehen ganz anders aus als die Realität.

Heute ist ein wunderschöner Tag. Sonne pur und keine Wolke am Himmel. Ein Zeichen, dass alles gut wird - irgendwann?

Wie in dem schönen Lied im Hintergrund - no need to say goodbye - nein, wir wollen uns nie "auf Wiedersehen" sagen, sondern nur immer "schön, dass du da bist, liebe Nadia"!

Unsere Erinnerungen werden immer bleiben - wir sehen uns wieder - bald.

In Liebe

Deine Mama


8. Mai 2015 - Leben ohne dich ......

..... ist und wird nie einfach sein. Die Tage, Monate und Jahre vergehen, aber innerlich bleibt immer ein Loch, das niemals durch nichts wieder gefüllt werden kann.

Vor ein paar Wochen traf ich zufällig eine ehemalige Kollegin, die mich fragte, wieso ich eigentlich damals von der damaligen Firma wegging. Ich antwortete ihr, wegen dem Tod meiner Tochter, weil ich die Arbeitsathomsphäre nicht mehr ertrug und weil ich auch keine Nerven und kein Verständnis für die Mitarbeitenden aufbringen konnte. Sie schaute mich mit weit offenen Augen an und sagte "ah ja".

Menschen vergessen Menschen. Egal, wie wichtig man sich vorkommt, man wird vergessen und jemand anders nimmt den Platz ein. Aber die, die man liebt, die bleiben immer in Erinnerung und haben einen festen Platz im Herzen, so wie du Nadia.

Es bringt einem wieder auf den Gedanken, wieso man tagtäglich sich Sachen antut, die einem nicht gut tun. Sich abrackern für ein bisschen Geld, das einem doch wieder abgenommen wird. Sich ständig ärgern, aufreiben und einsetzen für Sachen, die einem im Grunde doch nichts einbringen, nicht einmal ein Dankeschön.

Nadia, du weisst wie unser letztes Jahr vorbei ging. Die Aufregungen überbordeten, die Last wurde sehr gross und die Lebensfreude schwand immer mehr. Voller Hoffnung, dass das neue Jahr besser werden würde hat sich bis jetzt noch nicht bewahrheitet. Wir brauchen dich und alle Engel (auch die Menschlichen) mehr den je.

Wie wäre wohl unser Leben, wärst du noch hier?

In ewiger Liebe

Deine Mama

 


8. Mai 2014 - die Zeit heilt keine Wunden....

Die Zeit geht vorbei, manchmal wissen wir nicht mehr, wo uns der Kopf steht in dieser hecktischen Welt. Wir können weder die Zeit noch die Ereignisse beeinflussen, sondern nur versuchen, so gut es geht im Fluss des Alltags mitzuschwimmen.

Die Zeit scheint das Unliebsame, dajenige, was man verdrängen oder nicht erinnert werden möchte, zu überdecken. Aber so ist es nicht.

Unterschwellig bleibt das, was im Herzen ganz tief verankert ist, immer bestehen. Die leise Stimme ruft immer noch und erinnert täglich an das, was vergangen ist. Was vergangen ist, kann man nicht zurückholen. Es bleibt auf immer verloren. Kann da die Zeit helfen, das Vergangene - den Verlust - erträglicher zu machen?

Die Zeit reisst uns im Fluss mit. Bald kommt auch unsere Zeit, und wir dürfen dorthin gehen, wo die Zeit zeitlos ist. Sekunde um Sekunde gehen wir diesem Ziel entgegen. Wenn dann die Zeit gekommen ist, erwartet uns jemand - und die Zeit ist gleichgültig geworden.

Auf diese Zeit können wir uns freuen, während wir jetzt im täglichen Zeitchaos uns zu bewähren versuchen. Das was uns die Zeit lehrt hilft uns, im Hier und Jetzt nicht unter zu gehen, sondern mit hoch erhobenem Haupt der Zeit zu trotzen.

Nadia, wir danken für die Zeit mit dir! Wir danken auch für die Kraft, die wir empfangen haben, die Zeit ohne dich zu bewältigen. Und wir danken für die Zeit, die uns in der Unendlichkeit gewährt wird, wenn wir alle wieder zusammen vereint sind.             

Die Zeit heilt keine Wunden - sie hält nur kleine Wunder für uns bereit.

Die Zeit kann das, was wir im Herzen fühlen und bewahren nicht zerstören.

Die Zeit arbeitet für uns und bringt uns immer näher an das heran, was uns lieb und teuer ist.

So nah und doch so fern - Nadia, wir werden dich für alle Zeit in unserem Herzen tragen!

 

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8. Mai 2013: In Erinnerung an Nadia's 12ter Todestag

Der Himmel ist genau so strahlend schön, wolkenlos und leuchtend blau - genau so, wie vor 12 Jahren, als Nadia starb. Damals dachten wir, der Himmel lacht und muss einfach fröhlich sein, wenn ein so lieber Mensch zurück geht. Die ganze Woche, von Dienstag bis Samstag, als die Beerdigung stattfand, war schönes, warmes Wetter, die jedem anderen Freude bereitete. In unseren Herzen aber war es düster, kalt und leer.

Heute, 12 Jahre später - der Himmel lacht - und wir?

Heute, 12 Jahre später..... könnte man doch nur die Zeit zurück drehen. Wie würde Nadia wohl heute aussehen? Sie wäre jetzt süsse 16 Jahre alt, auf der Gratwanderung zwischen Kind und Frau. Sicher wäre sie wunderschön - das ist sie sowieso in unseren Augen. Wäre sie immer noch so friedliebend oder doch ein kleiner Rebell geworden? Die Schule würde sie ja schon bald abschliessen - und was für einen Beruf hätte sie wohl gewählt? In 13 Tagen hätte sie Geburtstag - was hätte sie sich wohl gewünscht?

Ihr Wunsch zum 4ten Geburtstag weiss ich noch heute... sie wünschte sich ein Barbie-Radio. Ich höre heute noch ihre zarte Stimme, als ich sie fragte, was sie sich zum Geburtstag wünsche.... Wir mussten das Geschenk nie kaufen, und heute gibt es das Barbie-Radio gar nicht mehr. Die Zeit deckt alles zu, erneuert und entfernt überflüssiges..... aber die Gefühle, die Liebe und die doch unterschwellige Trauer vermag die Zeit nicht zerstören.

Heute, 12 Jahre später - wer denkt wohl noch an Nadia? Welche Spuren hat sie bei anderen Menschen hinterlassen, die wir nicht kennen? Welche Spuren werden wir wohl einmal hinterlassen und wer wird sich an uns erinnern? Ist das überhaupt noch wichtig?

Heute, 12 Jahre später - immer noch viele Fragen, aber wir können heute auch ohne die Antworten darauf leben. Der Schmerz bohrt immer noch, aber wir können damit leben. Die Trauer bleibt, tagtäglich, aber wir können damit leben.

Nadia stellt sich all diese Fragen wohl nicht - denn sie hat die Antworten. Sie ging voraus und wir werden ihr irgendwann einmal folgen. In dieser Stunde aber werden wir nicht alleine sein - sie wird uns erwarten. Trotz aller Trauer ist das doch ein Hoffnungsschimmer und etwas Freudvolles für die Zukunft.....

      Wir lieben dich, Nadia...... wie vor 12 Jahren und bis in alle Ewigkeit

 


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