Unter diesem Link sind die neuesten Erkenntnisse sowie Einträge über Mengingokokken-Hirnhautentzündung ersichtlich.

https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/krankheiten-im-ueberblick/meningokokken-erkrankungen.html

 

Es ist wichtig, über diese Krankheit bescheid zu wissen. All zu oft wird sie mit einfachen "Grippe-Symptomen" verwechselt. Eine tödliche Fehldiagnose - wie bei unserer Nadia.

Eltern sind keine Ärzte. Wir können uns nur auf die gestellten Diagnosen verlassen. Beim Nachforschen haben wir jedoch erstaunliches herausgefunden. Leider zu spät für unser Kind.

Lassen Sie sich keinesfalls mit der Diagnose Grippe zufrieden geben, wenn Sie das Gefühl haben, es sei schlimmer! Eltern sollten vermehrt auf ihr Bauchgefühl hören.

Es ist äusserst schwer, Meningokokken zu diagnostizieren. Es gibt aber einige Hinweise, welche sofort weiterverfolgt werden müssen:

- plötzlich auftretendes, hohes Fieber (bei Kindern an und für sich nichts ungewöhnliches)

- Erbrechen (meistens schleimig) ohne ersichtlichen Grund

- Ihr Kind will nicht trinken

- Ihr Kind klagt über Schmerzen im Wadenbereich (ACHTUNG - ein sehr wichtiges Symptom!
  Nadia's Wadenschmerzen wurden nicht ernst genommen, weil sie genau zu diesem Zeitpunkt dort einen
  Kratzer hatte, und die Ärztin die Symptome deshalb falsch einschätzte - ein Fehler mit tödlichen
  Folgen!)

- Ihr Kind wird zunehmend schlapp und ist nicht mehr gut ansprechbar

Gehen Sie bei diesen Symptomen sofort zum Arzt - sprechen Sie ihn auf Ihre Befürchtungen an. Lassen Sie dort einen Bluttest (ist nicht 100%) sowie einen Speicheltest (100%) machen. Leider dauert die Auswertung des Speicheltests (jedenfalls in der Schweiz) ca. 2 Tage. Bei schlechter Verfassung Ihres Kindes verlangen Sie die Überweisung ins Spital - lassen Sie sich Ihre Sorge nicht abschwächen. Lieber einmal zuviel im Spital, als einmal zu spät!

Ca. 5 - 10 Stunden nach Auftreten der ersten Symptomen erscheinen die ersten "blau/roten" Streifen. Sie sehen wie Striemen aus, verwaschen und verlaufen. Bei unserer Tochter waren einige wenige am Rücken und am Bauch. Wenn diese Symptome sichtbar sind - ist es vielfach schon zu SPÄT. Das Bakterium hat bereits diese Körperzellen zerstört und läuft unhaltbar weiter durch den Kinderkörper.

Die Behandlung mit Antibiotika hilft zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zuverlässig. Die Krankheit verläuft ab dann rasend schnell, und zerstört alle lebenswichtigen Körperteile und Organe. Man spricht ab diesem Zeitpunkt von einer "Meningokokken-Vergiftung".

Alle Extremitäten - also Beine, Füsse, Arme, Hände - weiter zum Bauch, Hals und Kopf - werden zunehmend schwarz. Sie lesen richtig - schwarz. Der Körper wird eiskalt und......... stirbt im Schritttempo. Dasselbe passiert, für uns nicht sichtbar, ebenso im Körperinneren. Es ist ein "Killer-Bakterium", ohne Gnade.

 

Endlich - 2006! Die Impfung wurde nicht nur als wichtig geachtet - die Kosten werden sogar von der Krankenkasse übernommen! Langsam aber sicher zeigte unser Kampf doch endlich Früchte, und wir hoffen, dass nun weniger Kinder, Jugendliche und ältere Menschen unter dieser schrecklichen Krankheit zu leiden haben. Wie heisst es doch so schön: was lange währt, wird endlich gut. Möge Gott Sie und Ihre Kinder schützen!

 

 


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